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Auszug aus dem Dankgottesdienst der Straelener und Wachtendonker Weltjugentags-TeilnehmerInnnen
am 29.08.2008
:

Am  Sonntag, den 27.7. sind wir wieder zurückgekehrt – nach 3 Wochen Australien:
 9 Stunden Flug  von Sydney nach Hongkong, dann noch mal 13 Stunden Flug von Hongkong nach Frankfurt, am Ende dann die 5stündige Busfahrt von Frankfurt nach Straelen.  Und dann waren wir wieder zuhause.
Das sind jetzt einige Wochen her. Aber, unsere Gedanken sind noch oft in Australien; sie wandern über  16.000 Kilometer weit bis ans andere  „Ende der Welt“. Das „Ende der Welt“ ist so unglaublich weit weg und seit dem Weltjugendtag für uns doch so nah.
„So nah“ deshalb, weil wir uns auch am „Ende der Welt“ zuhause gefühlt haben.
„So nah“ deshalb, weil wir auch „am Ende der Welt“ Menschen begegnet sind, die aus demselben Geist leben wie wir; sie zweifeln wie wir; sie fragen nach Gott wie wir.
Dort, „am Ende der Welt“ hat uns Papst Benedikt XVI. auf  dem Randwick Racecourse im Kreis von etwa  400.000 Pilgern aus aller Welt im Abschlussgottesdienst auf Deutsch aufgerufen, mit anderen „über unsere Hoffnungen und Ideale, von Gott und mit Gott“ zu sprechen.  „Gottes Geist führe Euch auf Wegen des Friedens“ rief er uns zu.
Gottes Geist – wo war er für uns spürbar? Darüber haben wir in der Vorbereitung auf diesen Gottesdienst nachgedacht.

(Christina, mit Jacke, Hut ect.):  So sind wir aus Australien zurück gekommen. (..mit Verweis auf sich und auf:  4 Leute – Thomas, Stephie, Simon,  Maren -, die in schwarzer Jacke, rotem T-Shirt, Dtl.-Hut, gr. Rucksack, kl. WJT-Rucksack vorne in den Altarraum kommen; )
(Malte): He, Ihr – darf ich euch mal was fragen? Ihr seht irgendwie alle gleich aus; außerdem erzählt ihr alle so viel. Ihr scheint etwas Besonderes erlebt zu haben?!
(Thomas):  Ja, wir kommen vom Weltjugendtag in Sydney. Wir waren dabei.
(Malte): „Ihr sollt meine Zeugen sein“  und „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen“  - das waren doch die Worte des Weltjugendtages!?
Ich frag mal ganz direkt: Wo war der Heilige Geist denn für Euch spürbar? Was habt ihr erlebt?

1.Symbol: rotes WJT-T-Shirt

(Thomas): Wir zeigen Dir mal, was wir in unserem Rucksack vom „Ende der Welt“ mitgebracht haben.
Unser rotes WJT-T-Shirt hatten wir alle im Rucksack dabei. Das hatten wir alle an als wir den Papst in Sydney empfangen haben. An unserem roten T-Shirt konnten uns auch die anderen Jugendlichen aus dem Kreis Kleve erkennen: “die mit dem roten T-Shirt – das sind die Jugendlichen aus Straelen/Wachtendonk“!
Das T-Shirt steht für die gute Gemeinschaft, die wir in unserer 18er-Gruppe erleben durften.
Und wir haben viel erlebt: Zunächst waren wir nämlich 3 Tage in Hongkong, dann haben wir uns mit einer Zwischenübernachtung auf den Weg nach Forbes gemacht. Das liegt schon im „outback“ – viele Kilometer nordwestlich von Sydney. Dort waren wir 5 Tage Gäste der Kirchengemeinde St. Laurence und waren in Familien untergebracht. Nach diesen sogenannten „Tagen der Begegnung“ ging es dann für 6 Tage nach Sydney, wo wir in einem Klassenraum einer Schule geschlafen haben. Natürlich haben wir auch die Vigilfeier und die Messe mit dem Papst auf der Pferderennbahn in Randwick miterlebt und dort dann im Freien übernachtet. Nach Sydney ging aber die Reise noch weiter. Wir sind dann in einer 12stündigen Nachtfahrt weiter bis zu einem Zeltcamp im Lammington Nationalpark gefahren, das liegt bei Brisbane an der Ostküste, 800km nördlich von Sydney. In der Region waren wir 3 Tage lang und haben u.a. eine Regenwaldwanderung unternommen. Und dann ging es eigentlich auch schon wieder Richtung Sydney. Unterwegs – in Coffs Harbour – haben wir noch 2 Tage Station gemacht. Und dann gab es wieder eine Nacht im Bus, der uns zum Flughafen nach Sydney gebracht hat…und die lange Rückreise konnte beginnen.
(Malte): Das war bestimmt auch anstrengend.
(Thomas): Ja, deshalb sind wir dankbar dafür, dass uns nicht nur das rote T-Shirt miteinander verbunden hat. Verbunden hat uns auch ein guter Geist.  Wir sind sehr dankbar für die gute Stimmung in unserer Gruppe.
Sicherlich hat das damit zu tun, dass wir uns zwei Jahre lang gemeinsam auf den Welt­jugendtag vorbereitet hatten. Wir haben uns in dieser langen Vorbereitungszeit gut kennen gelernt, können uns inzwischen gut einschätzen. Trotzdem: Die gute Atmosphäre war ein Geschenk.
Wir danken Gott für dieses Geschenk und dafür, dass wir in Australien keinen „Lagerkoller“ erlebt haben: dass wir uns gegenseitig motivieren konnten, wenn’s anstrengend wurde; dass wir einander geholfen haben; dass wir Spass miteinander hatten.
(Malte): Gab es denn keine Konflikte?
(Thomas): Doch. Die haben wir ausgetragen. Das ging alles ohne „Drama“.  Sicher auch eine Frucht des Heiligen Geistes.

2.Symbol: schwarze BDKJ Jacke und Deutschland-Hut

(Stephie): Ich habe noch etwas aus Australien wieder nach Hause mitgebracht, was mich an Gottes Geist erinnert: diese schwarze Jacke mit dem Kängeru auf der Rückseite und dieser Deutschlandhut.
Unsere Gruppe ist gemeinsam mit 120 anderen Jugendlichen aus dem Kreis Kleve unterwegs gewesen: Wir alle haben diese Jacke getragen. Insgesamt waren 6000 Jugendliche aus deutschen Bistümern beim Weltjugendtag. Wir konnten uns alle an diesem Hut mit dem Deutschlandband erkennen.
Beides – Jacke und Hut - stehen für den Geist Gottes, der uns hilft, uns auch für Andere und Fremde zu öffnen. Wir kannten die anderen aus dem Kreis Kleve vor der Abfahrt nicht besonders gut, wir hatten uns mal gesehen.
Wie schön, dass unter uns während der Fahrt Freundschaften gewachsen sind. Manche von uns haben schon den ein oder anderen aus dem Kreis Kleve besucht oder haben Besuch erhalten, Mails gehen hin und her. Einige von uns waren in Keppeln bei einem Jugend­gottes­dienst dabei.
Damit wir uns für andere öffnen können, ist manchmal eine Starthilfe nötig. Der BDKJ-Vorstand, der die Reise geplant hat, hatte für die ein oder andere Übernachtung die Zimmeraufteilung übernommen. So kam es, dass manchmal die Gruppen gemischt wurden. Wir sind dankbar für diese Planung.
Gottes guter Geist kann mir helfen, mich für andere zu öffnen, auf andere zuzugehen, mich nicht zu verschließen.

3.Symbol: Forbes-Sticker und –Fahne

(Maren): Ich habe in Forbes, in der Kirchengemeinde, in der wir vor unserem Aufenthalt in Sydney waren, diesen Sticker bekommen – wie jeder von uns. Das Symbol auf diesem Sticker habe ich auf diese „Fahne“ übertragen.
Es ist ein schönes Bild für Gottes Geist, der uns über alle Grenzen hinweg miteinander verbindet. Zu erkennen sind 2 Hände, die sich begegnen: eine weiße, eine schwarze. Ein Rosenkranz ist zu sehen. Australien ist zu sehen, ebenso die Umrisse der Diözese Wicannia Forbes, wo wir zu Gast waren. All das ist dargestellt vor der Flamme des Heiligen Geistes.
Das, was unsere Gastgemeinde mit diesem Bild ausdrücken will, das haben wir erfahren dürfen.
2 Jahre lang – genauso lange wie bei uns – dauerten in Forbes die Vorbereitungen. Im Vorfeld ist nicht nur das Programm geplant worden und es sind nicht nur die Gastfamilien gesucht worden, sondern die Gemeinde hat auch viel gebetet dafür, dass die „Tage der Begegnung“ gelingen mögen. Das war spürbar und dafür sind wir dankbar.
Wir konnten uns in wildfremden Familien, auf der anderen Seite dieser Weltkugel wie zuhause fühlen. Die Gastfreundschaft, die wir erfahren haben, war unkompliziert und selbstverständlich, wir gehörten für ein paar Tage mit zur Familie.
Dort, in den Familien gab es einen großen Plan, den das Organisationsteam zusammenge­stellt hatte. Auf dem stand, wer, wann, wo sein mußte; wer einen Kuchen mitbringt, wer einen Salat. An alles war gedacht und trotzdem war die Gastfreundschaft angenehm einfach und einladend. Der offizielle Begrüßungsabend fand z.B. nicht adrett und steif im Rathaus statt, sondern ganz locker in einer Scheune bei einem „Bushfire“, wo wir miteinander gesungen haben; wo wir lernen konnten, mit einer Peitsche zu schlagen; wo wir bewirtet wurden; wo wir durch das Teleskop, das der Bischof mitgebracht hatte, den „Stern des Südens“ am Himmel suchen konnten.
Einige Jugendliche und Erwachsene hatten für die Gottesdienste, die wir miteinander gefeiert haben, extra einen Projektchor gegründet: nicht perfekt, aber mit Herz.
An einer herzlichen Begegnung – daran lag es den Menschen in Forbes vor allem anderen. Das macht die Zeit dort für uns so kostbar.
Father Paul, der Pastor der Gemeinde, hat immer wieder betont: Wir sind gemeinsam unterwegs in unserem Bemühen, Jesus Christus zu folgen. Gottes Geist verbindet uns dabei und macht aus uns Brüder und Schwestern auf einem gemeinsamen Weg. Das haben wir genau so erleben dürfen.

4.Symbol: Postkarte, Handy, Laptop, Gebetssäckchen

(Simon): Ich habe auch etwas im Rucksack, was für uns in Australien wichtig war:
-eine Postkarte, denn alle von uns haben nach Hause geschrieben; - ein Handy, hin und wieder haben wir telefo­niert;  - einen Laptop, denn wir waren froh über jeden Internetzugang, um Mails schreiben zu können; - unser Säckchen mit den Gebetsanliegen, die wir mitgenommen hatten. 
Ob per Post, Anruf, Mail oder Gebet – wir sind in Verbindung gewesen.
Auch das hat mit dem Wirken des Heiligen Geistes zu tun.
Es war schön zu spüren, dass hier zuhause jede Nachricht aus Australien sehnsüchtig erwartet wurde.
Es war schön im Nachhinein mitzubekommen, dass manche sich gegenseitig informiert haben, wo wir jetzt gerade sind, was wir tun, wie es uns geht. Auch hier sind Kontakte gewesen, die sonst nicht stattgefunden hätten.
Es war schön zu hören, dass im Gottesdienst für uns und für den Weltjugendtag gebetet worden ist.
(Es war schön zu sehen, dass Ulfried Küppers jede kleine Nachricht auf die Hompage der Gemeinde gestellt hat. Und es war natürlich genauso schön zu hören, dass auch viele dort nachgeschaut haben.) (fällt im Gottesdienst in Wachtendonk weg)
Nicht immer war die Verständigung einwandfrei: Manchmal hat uns ein Anruf aus dem Schlaf geweckt, weil wir in Australien 8 Stunden weiter waren. Beim Telefonieren kamen die Worte beim Weg durch die Leitung oft mit einer kleinen Zeitverzögerung an. Manchmal wollten wir am Telefon auch so viel auf einmal erzählen, dass wir gar nicht wußten: „Wo fang ich denn an?“. Nicht immer hatten wir einen Internetzugang.
Aber auch da, wo es keine Verbindung gab, war spürbar: wir sind dennoch mit „zuhause“ verbunden. Das spüren wir auch jetzt, wo viele fragen: „erzählt mal, wie war es denn?“

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(Christina):
 „Ihr sollt meine Zeugen sein“  und „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen“  - mit diesen Worten sind wir aufgebrochen und wiedergekommen.
Bitten wir Gott auch jetzt um seinen guten Geist – für uns und für andere.

 

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