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Messdiener (Ministranten): |
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Geschichte: |
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Das Amt des Messdieners geht auf den Dienst der Akolythen (Altardiener) zurück, der bereits im 3. Jahrhundert als Helfer des Priesters Aufgaben im Gottesdienst übernahm. Im 8. Jahrhundert vertraten die Messdiener ihre Gemeinde bei so genannten "Privatmessen". Diese Messen kamen auf, weil es damals sehr viele Priester gab. Viele feierten regelmäßig Gottesdienste ohne die Gemeinde, ein Altardiener musste jedoch anwesend sein. |
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Aufgaben: |
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Eucharistiefeier (Gottesdienst mit Kommunion):
Bei Wortgottesdiensten mit Kommunion, also Feiern bei denen keine Wandlung stattfindet, begleiten die Messdiener den Transport der eucharistischen Gaben (Wein und Brot, die bereits gewandelt sind) vom Tabernakel zum Hauptaltar Besondere Gottesdienste: |
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Gewänder: |
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Ministranten tragen als Untergewand einen roten oder schwarzen Talar und einen farblich passenden Kragen. Darüber ziehen sie ein weißes Obergewand, Rochett genannt, das an das Taufkleid erinnern soll. Zur Erinnerung an das Kreuz Christi tragen Messdiener in einigen Gemeinden Holzkreuze an einem Lederriemen um den Hals. |
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Jugendgruppe Messdiener: |
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Heute beschränkt sich das Ministrant sein nicht mehr nur auf den liturgischen Dienst. Messdiener sind auch eine Gemeinschaft in der kirchlichen Jugendarbeit. Oft treffen sich die Jungen und Mädchen zu Gruppenstunden, fahren zusammen weg oder organisieren Feste der Gemeinde. Der Pfarrer, ein Jugendbeauftragter oder ältere Ministranten leiten die Gruppe. Sie vertreten die Messdiener in der Gemeinde und in der Region. |
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Messdiener in unserer Pfarre: |
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"Wer mir dienen will, folge mir nach" ist auf jeder Messdienerplakette eingraviert. Nicht nur in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit. Trotzdem machen sich jedes Jahr Mädchen und Jungen aus unserer großen Gemeinde auf den Weg um Messdienerin oder Messdiener zu werden. Zurzeit sind über 100 Mädchen und Jungen, Jugendliche oder auch bereits junge Erwachsene im Alter von 9 bis 22 Jahren Messdienerin oder Messdiener in den drei Kirchen St. Peter und Paul, Straelen, St. Georg, Auwel-Holt und St. Cornelius, Broekhuysen. |
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Der Dienst am Altar ist sicherlich Hauptaufgabe der Messdiener. Doch Messdienersein ist viel mehr. Unsere drei Messdienergemeinschaften haben durch wöchentliche Gruppen- und Übestunden viel Abwechslung und Spaß. Denn der darf nicht zu kurz kommen. In Straelen gibt es extra einen Messdienerraum unter der Wohnung des Kaplans. Sternsingeraktion, Palmstockbasteln, Palmvögelverkauf am Gemeindehaus, Eiersammeln am Karfreitag Gestaltung der Messdieneraufnahmemesse, Nikolausfeier, Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Straelen, Teilnahme am Ministrantentag in Gaesdonck, Tagesfahrten, Video-Nächte, Weihnachtskegeln in der Gaststätte Gielen in Broekhuysen, das traditionelle Pfingstzelten der Straelener Messdiener, die Mehrtagesfahrt der Broekhuysener (wie im letzten Jahr zum Wisseler See), sowie der Freizeitparkbesuch der Auwel-Holter und vieles mehr steht nicht nur auf dem Programm, sondern wird aktiv von den Messdienern mitgestaltet und durch die Teilnahme bereichert. Und immer wieder haben immer sehr viele Messdienerinnen und Messdiener teilgenommen. |
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In unserer Großgemeinde ist Kaplan Thorsten Hendricks für die Messdienerarbeit zuständig. Unterstützt wird er von zwei Messdienerleiterrunden in Broekhuysen und Straelen. In Auwel-Holt kümmert sich Frau Petra Ripkens rührig um die Messdiener. Dort haben wir den meisten „Zuwachs“ zu verzeichnen: Von 26 Kommunionkindern aus dem Jahre 2008 wollen 20 Messdiener werden … |
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Wenn du noch mehr über die Messdiener wissen willst, kannst du uns ansprechen: Kaplan Thorsten Hendricks Tel.: 02384 9335-15 oder per EMail über das Pfarrbüro Kontakt |
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Erfahrungsbericht eines Prominenten: |
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„Friedhofsmessdiener war einer der begehrtesten Posten meiner Kinderzeit. Beliebt war die Beerdigung, weil es dafür Unterrichtsbefreiung gab, wenn sie am Vormittag war. Begehrt auch deshalb, weil es manchmal von der Trauerfamilie ein Trinkgeld gab. Ich habe den Posten des Friedhofsmessdieners über Jahre gegen nachfolgende Generationen verteidigt. Aber ein mich zu jener Zeit hartnäckig drängender Trieb zum Schabernack stellte mir ein Bein und ich verlor den Posten – und somit auch die Aussicht auf Schulfrei und Trinkgeld. Der Fall ist schnell geschildert: Es gehörte zu den beliebtesten Nachmittagsbe-schäftigungen der ersten Nachkriegsjahre, in Wald und Feld verstreut herum- liegende Patronen zu suchen, den Bleikopf abzubrechen und das sogenannte Schwarzpulver auf seine vielfältige Verwendungsfähigkeit zu testen. Und so beschloss ich, in das Experimentierfeld auch den Friedhof einzubeziehen. Meine Berufserfahrung als Friedhofsmessdiener brachte mich auf die Idee, eine feierliche Beerdigung als Probe zu nutzen. Ich versuchte, den Weihrauch durch Zusatz von Schwarzpulver wirkungsvoller zu machen. Ich mischte also zu gegebener Zeit unter den Weihrauch das Schwarzpulver, gab das Gemisch in das Weihrauchschiffchen und erwartete am Grab, zugegeben etwas ängstlich und nervös – den Nachweis von Explosivität von Weihrauch. Der andere Messdiener, der das Weihrauchschiffchen trug, ahnte nichts von alledem. Kurz bevor der Pfarrer die zu Herzen gehenden Worte spricht, wird das Weihrauchfass noch einmal mit Weihrauch gefüttert. Das war der Zeitpunkt, an dem Männer mit starken Nerven gefordert waren. Der Weihrauchlöffel bewegte sich, geführt von der Hand des Pfarrers, vom Schiffchen zum Rauchfass und … Stichflammen, Rauch, Ruß. Trauernde Angehörige glaubten, der Himmel würde selber die Flammenzeichen setzen. Nach alldem sah der Pfarrer etwas verändert aus. Aber leider war sein verdacht sehr zielstrebig und ohne großes Suchen auf mich gerichtet. Wer sonst? Schon auf dem Rückweg vom Friedhof kündigte mir der Pfarrer die Entlassung mit handgreiflicher Unterstreichung seiner Worte an. So endete ein hoffnungsvolle Friedhofskarriere …“ (Norbert Blüm war in den 80er und 90er Jahren Bundesminister für Arbeit und Soziales unter Helmut Kohl) |
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